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Hundedecken für Windhunde: Warum Galgo, Podenco & Co. manchmal eine Extra-Portion Wärme brauchen

vor 3 Tagen
4 Min. Lesezeit


Wer mit Windhunden lebt oder regelmäßig mit ihnen unterwegs ist, kennt dieses Phänomen: Es hat gerade einmal ein bisschen abgekühlt und schon wird aus dem stolzen, eleganten Läufer ein ziemlich überzeugter Sofabewohner.


Besonders Galgos, Greyhounds, Whippets und andere kurzhaarige Windhunde sind häufig kälteempfindlicher als viele andere Hunderassen. Das hat nichts damit zu tun, dass sie „verwöhnt“ wären. Ihr Körper ist schlicht anders gebaut.

Und genau deshalb gehört eine Hundedecke für viele Windhunde zur praktischen Grundausstattung.

Nicht unbedingt, weil jeder Windhund ständig zugedeckt werden muss. Sondern weil eine Decke unterwegs verschiedene Aufgaben erfüllen kann: Sie hält warm, schafft eine weiche Liegefläche und bietet dem Hund einen vertrauten Platz, wenn er mal nicht zuhause ist.


Warum frieren Windhunde schneller?

Windhunde haben einen sehr besonderen Körperbau. Sie sind schlank, haben vergleichsweise wenig Körperfett und ein kurzes, eng anliegendes Fell.


Was für ihre ursprüngliche Aufgabe, das schnelle Hetzen über längere Strecken, perfekt ist, bietet bei niedrigen Temperaturen allerdings nur wenig Isolation.

Bei Greyhounds beschreibt die VCA das kurze, dünne Fell ausdrücklich als wenig schützend gegenüber Kälte. Auch beim Whippet und beim Italienischen Windspiel ist das Fell sehr kurz und bietet entsprechend wenig Schutz vor niedrigen Temperaturen.


Gerade bei Tierschutzhunden kann der Ernährungs- und körperliche Zustand nach der Ankunft zusätzlich eine Rolle spielen.

Das bedeutet nicht, dass ein gesunder Galgo „zu dünn“ ist, nur weil man seine Rippen sehen kann. Die schlanke Körperform gehört zum normalen Erscheinungsbild des Windhundes.

Sie bedeutet aber: Bei Kälte kann eine zusätzliche Wärmeschicht angenehm sein.


Eine Hundedecke ist nicht gleich eine Hundedecke

Für Windhunde gibt es durchaus unterschiedliche Situationen, in denen eine Decke sinnvoll sein kann.


Zum Zudecken

Manche Windhunde lieben es, sich unter einer Decke zu vergraben. Andere möchten lieber nur etwas auf dem Rücken liegen haben. Und wieder andere finden Zudecken vollkommen überflüssig.

Eine Decke zum Zudecken sollte deshalb leicht und flexibel sein. Der Hund sollte sich jederzeit darunter hervorbewegen können.

Gerade bei einem Hund, der schnell friert, kann eine zusätzliche Decke auf dem Schlafplatz angenehm sein.


Zum Daraufliegen

Noch wichtiger ist für viele Windhunde die Decke unter dem Körper.

Ob im Restaurant, im Café, im Ferienhaus oder bei Freunden: Ein kalter Steinboden ist für einen kurzhaarigen, schlanken Hund nicht unbedingt die angenehmste Liegefläche.

Eine gepolsterte Liegedecke schafft Abstand zum Boden und macht das Warten deutlich gemütlicher.

Auch beim Tierarzt oder unterwegs kann eine eigene Decke praktisch sein. Sie schafft eine vertraute Liegefläche und kann gerade für einen unsicheren Hund ein kleines Stück Zuhause darstellen.


Als Reisedecke

Wer einen Windhund hat, hat meistens irgendwann auch eine ziemlich gut gefüllte Hundetasche.

Leine, Geschirr, Wasser, Kotbeutel, Leckerli, eventuell Mantel und dann bitte noch eine Decke.

Deshalb sollte eine Reisedecke möglichst leicht und unkompliziert sein. Sie sollte sich zusammenlegen oder rollen lassen und trotzdem ausreichend Fläche bieten, damit der Hund bequem darauf liegen kann.


Woran merkt man, dass ein Windhund friert?

Das ist individuell.

Einige Hunde zeigen sehr deutlich, dass ihnen kalt ist: Sie zittern, machen sich klein oder suchen die Nähe ihres Menschen.

Andere versuchen einfach, möglichst schnell wieder nach Hause zu kommen.

Typische Anzeichen können sein:

  • Zittern

  • starkes Zusammenrollen

  • warme Plätze aufsuchen

  • dicht am Menschen liegen

  • ungern auf kaltem Boden liegen

  • weniger Bewegungsfreude

  • Unruhe


Dabei sollte man immer den gesamten Hund betrachten. Zittern kann beispielsweise auch andere Ursachen haben.

Und wenn ein Hund ungewöhnlich stark friert, sehr schlapp oder apathisch wirkt, sollte man nicht einfach eine weitere Decke auflegen und das Problem damit abhaken. Eine plötzlich deutlich veränderte Kälteempfindlichkeit kann auch gesundheitliche Ursachen haben. Daher bitte ab zum Tierarzt!


Nicht jeder Windhund friert gleich schnell

Auch innerhalb einer Rasse gibt es große Unterschiede.

Ein junger, gesunder Galgo, der viel läuft und an kaltes Wetter gewöhnt ist, kann anders reagieren als ein älterer Hund, der sich wenig bewegt.


Alter spielt eine Rolle. Auch der Gesundheits- und Ernährungszustand kann beeinflussen, wie gut ein Hund seine Körpertemperatur halten kann.


Bei älteren Hunden können zusätzlich Gelenkprobleme eine Rolle spielen.

Kaltes Wetter kann bei Hunden mit Arthritis schmerzhaft sein, weshalb eine warme, gut gepolsterte Liegefläche besonders angenehm sein kann.


Auch kleine Windhunde wie Italienische Windspiele können aufgrund ihrer geringen Körpermasse schneller auskühlen als größere Hunde. Körpergröße und Körpermasse beeinflussen die Wärmeabgabe eines Hundes.


Deshalb gibt es auch für Windhunde keine allgemein gültige Temperatur, ab der eine Decke notwendig ist.

Der einzelne Hund ist der bessere Maßstab.


Hundedecke in der Hundepension

Auch in der Hundepension kann eine Decke überraschend praktisch sein:

Für manche Hunde ist eine eigene Decke nämlich ein vertrauter Ort.

Ein Hund, der seine Decke kennt, verbindet sie mit Ruhe und Entspannung.


Gerade bei sensiblen oder unsicheren Windhunden finde ich diesen Aspekt interessant. Ein vertrauter Geruch und ein bekannter Liegeplatz können in einer ungewohnten Umgebung eine kleine Orientierungshilfe sein.

Darum bitte ich euch auch manchmal darum, mir ein vertrautes „Stück Zuhause“ mitzugeben.


Natürlich ersetzt eine Decke keinen ruhigen Rückzugsort. Sie kann ihn aber ergänzen.


Und warum mögen so viele Windhunde Decken?

Vielleicht liegt es an ihrer besonderen Kombination aus Wärmebedürfnis und Körperbau.

Vielleicht auch einfach daran, dass Windhunde hervorragende Komfortexperten sind.

Nach einer ausgiebigen Runde werden aus den eleganten Läufern erstaunlich schnell zusammengerollte Sofawürste.

Je mehr Decken, Kissen und warme Plätze vorhanden sind, desto überzeugter scheint mancher Windhund davon zu sein, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt für eine ausgedehnte Ruhepause gekommen ist.

Und ehrlich gesagt: Warum auch nicht?


Windhunde schlafen und ruhen viel. Ein bequemer, warmer Liegeplatz gehört deshalb für viele von ihnen ganz selbstverständlich zum Alltag.


Welche Hundedecke ist für einen Windhund sinnvoll?

Eine gute Hundedecke muss vor allem eines können: dem Hund einen warmen, vertrauten Platz geben - unterwegs genauso wie zu Hause. Und wenn sie dabei noch so aussieht, dass man sie nicht nach jedem Spaziergang wieder verschwinden lassen möchte, umso besser.


Wenn du auf der Suche nach einer Hundedecke bist, die für deinen Windigen Komfort und gutes Design miteinander verbindet, schau doch mal bei einer sehr guten Freundin (selber Windhund-Besitzerin und Herstellerin wirklich schöner Schlafplätze) vorbei.



Foto: irene from Pixabay

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